Feste in Huancayo
Huancayo besuchte ich ziemlich oft wärend meiner Peru-Reise. Dadurch lernte ich dort viele Menschen kennen. Öfters waren meine Freundin und ich auf Festen, bei Freunden, eingeladen oder wir besuchten Discoteken in der Stadt.
Begrüßungsfest
Der erste Besuch in Huancayo ist mir in besonderer Erinnerung geblieben. An diesem Abend wollten wir spät nach Lima zurückfahren. Zuerst wurden wir an diesem Tag von einigen Bekannten zu einem Fest eingeladen. Die Familie war so erfreut darüber Pinky und ihre schwedische Freundin zu treffen und wollten uns zu Ehren ein Fest machen.
Wir haben der Familie den ganzen Tag dabei geholfen ein typisch peruanisches Inka-Gericht „Pacha-Mancha“ vorzubereiten. Für dieses Gericht wird das Fleisch und die anderen Zutaten unter der Erde gebacken, d.h. die Erde dient als Ofen. Der Abend war nett obwohl ich doch ein bisschen skeptisch war, ob das Essen, das nun in einem Haufen auf dem Tisch lag, wirklich sauber war. Teller und Besteck bekamen wir keines, es zirkulierten auch nur zwei Gläser herum, aus denen alle abwechselnd tranken (dieses Erlebnis entspricht nicht unbedingt den typischen Gewohnheiten, die ich sonst in Peru erlebt habe).
Eine Stunde vor dem Abschied fühlte ich mich richtig schlecht. Genau im richtigen Timing vor unserer Abreise mit dem Bus von Huancayo nach Lima. Es wurde eine höllische Reise, 7 Stunden im Dunkeln, bergauf und bergab, ohne Toilette und Toilettenpapier, ohne Pause, im vollbesetzten Bus, mit Leuten rund um mich, die ich nicht kannte. Das kann ich niemanden empfehlen wenn der Magen krank ist!
Sant Diago – Fest der Erde
Besonders faszinierte mich die Landschaft in der Umgebung von Huancayo. Es ist ein landwirtschaftliches Gebiet mit großen Weideflächen zwischen den Bergen. In Huancayo lernte ich den Besitzer einer Pizzeria kennen. Dieser verdiente sich zusätzlich Geld, als Reiseführer in der Umgebung und mit ihm wollte ich mich später, für ein paar Tage in die Dschungel begeben.
An einem Tag hatte ich, mit zwei anderen Reisenden, die ich in seinem Restaurant kennen gelernt hatte, die Gelegenheit mit auf das Land zu fahren, nicht weit von Huancayo. Dort feierten die Quechuas, die Ureinwohner der Gegend, ein Fest zu Verehrung der Erde. Das Fest nennt sich Sant Diago.
Während des Sant Diago Festes werden Wein und Kokapflanzen geopfert und es wird getrunken und gefeiert. Während des ganzen Abends spielte eine alte Frau monoton auf eine einzige Trommel, einige haben getanzt. Die Kinder liefen herum und fanden es ganz spannend, das eine „Gringa“ (Blonde)da war.
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